Frisch frisiert: Der Land Rover Freelander
Ein neuer Turbodiesel in zwei Leistungsstufen, ein aufgefrischtes Design und erstmals auch eine Modellvariante ohne Allradantrieb – die britische Traditionsmarke Land Rover hat dem Freelander ein Facelift verpasst, das dem kompakten Geländekünstler gut steht.
by Al Capone (14. April 2011)
Ein Land Rover mit Frontantrieb? Welch ein Affront! Was für manch einen Anhänger der britischen Traditionsmarke wie ein Tabubruch daher kommt, gehört mittlerweile zum guten Ton im heiß umkämpftem Segment der Sport Utility Vehicles. Mehr und mehr Wettbewerber statten ihre kompakten SUV mit einem Frontantrieb aus. Ein Blick auf die Zahlen genügt, um zu verstehen warum sich jetzt auch die Briten dazu entschlossen haben, mit dem Freelander eD4 eine Variante ihres Erfolgsmodells anzubieten, die nur über die Vorderräder angetrieben wird. Allein in Europa entscheiden sich mittlerweile 23 Prozent aller Käufer für ein kompaktes SUV mit Zweiradantrieb, in Deutschland sind es sogar mehr als ein Drittel aller Kunden. Ein Zukunftsmarkt, den sich auch Land Rover nicht mehr verschließen kann, wenn sie weiter erfolgreich am Markt bestehen wollen.
Offroad mit Forderadantrieb
Angetrieben wird die 28.200 Euro teure Basisversion eD4des Freelander mit Frontantrieb von einem 2,2-Liter Vierzylinder-Turbodiesel mit 150 PS. Die Kraft wird über ein manuelles Sechsganggetriebe auf die Vorderräder übertragen und der Durchschnittsverbrauch liegt bei respektablen 6,0 Litern auf 100 km (CO2-Ausstoß: 158 g/km). Um den Verbrauch zu weiter zu senken, verfügen alle handgeschalteten Dieselmodelle des Freelanders über eine serienmäßige Stopp-Start-Automatik. Den Sprint auf die 100 km/h-Marke schafft der 1,8 Tonnen schwere Fronttriebler sogar in beachtlichen 11,7 Sekunden. Bei 181 km/h ist Schluss mit dem Geschwindigkeitsrausch. Während der Fahrt sorgt die erhöhte Sitzposition – Land Rovers so genanntes Command-Driving – für eine gute Übersicht im Verkehr. Dank des niedrigen Geräuschniveaus, ausreichender Kopf und Bein Freiheit im Fond sowie eines einwandfreien Geradeauslauf ist der Offroader auch bei langen On-Road Etappen ein verlässlicher Partner. Kurvige Landstraßenpartien bringen ihn dank seines gut abgestimmten Fahrwerks ebenso wenig in Verlegenheit wie brenzlige Situationen. ESP und elektronische Bremskraftverteilung sorgen für die nötige Straßen- und Kurvensicherheit. Im Tiefschnee oder auf Schlamm sorgt zudem das hervorragende „Terrain Response System“ dafür, dass Motormanagement, Getriebesteuerung sowie Traktionskontrolle und Bergabfahrhilfe perfekt miteinander harmonieren. Geländetauglichkeit ist damit in allen Situationen garantiert. Hinzu kommt noch eine Bodenfreiheit von 210 Millimetern, mit der der Freelander auch steiniges, sandiges und zerfurchtes Terrain spielend überwindet – egal ob in der Zwei- oder Vierradvariante.
Turbodiesel in zwei Leistungsstufen
Verwunderlich bleibt aber, warum der Einstiegspreis für den Fronttriebler des Freelanders lediglich 1.700 Euro günstiger ist, als der seines Allrad-Bruders. In Kombination mit dem Allradantrieb gibt es den 150 PS starken Dieselmotor im Freelander TD4 nämlich schon ab 29.900 Euro. Bei solch einem geringen Preisunterschied erübrigt sich eigentlich der Griff zur Zweiradversion. Neben dem 150 PS starken Dieselmotor bietet Land Rover auch eine stärkere 2,2-Liter Turbodiesel-Variante des Freelanders mit 190 PS an. Dank seines |durchzugsstärkeren Aggregats durchbricht der SD4 die magische Grenze von 100 km/h bereits nach 9,5 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 km/h. Das Mehr an Leistung hat allerdings auch seinen Preis. Gut sieben Liter schluckt die kraftvollere Dieselvariante auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 185 Gramm entspricht. Zudem ist der SD4 ausschließlich mit einer Sechsstufen-Automatik erhältlich und kostet in der Grundausstattung 36.400 Euro. Und für alle, die noch höher, weiter und schneller hinaus wollen, stellt der britische Allradspezialist noch einen 3,2-Liter-Benziner mit 233 PS für 38.000 Euro zur Verfügung.
Außen hui, Innen hui
Doch nicht nur mit seinen inneren Werten weiß der neue Freelander zu gefallen. Die dezenten Überarbeitungen am Front- und Heckdesign verleihen der ohnehin markanten Karosserie frische Akzente. Neben dem Stoßfänger und Kühlergrill wurden auch die Front- und Heckleuchten optimiert. Neue 18- und 19-Zoll-Leichtmetallräder runden das tolle Erscheinungsbild des neuen Freelanders perfekt ab. Erhältlich ist das aufgefrischte SUV in den vier Ausstattungslinien E, S, SE, und HSE. Zudem Beim bietet Land Rover zur Markteinführung ein spezielles „Upgrade“-Programm an, bei dem die Kunden bis zum 31 März zum gleichen Preis die jeweils nächst höhere Ausstattungsversion erhalten, wodurch sich bis zu 4.100 Euro sparen lassen.
Land Rover Freelander
eD4 | Diesel |150 PS | Schaltung | 2WD | 28.200 EUR |
TD4| Diesel | 150 PS | Schaltung | 4WD | 29.900 EUR |
SD4 | Diesel | 190 PS | Automatik | 4WD | 36.400 EUR |
i6 | Benzin | 233 PS | Automatik 4 WD | 38.000 EUR |